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Oh du fröhliche, oh du seelige…  Als ich noch klein war, war Weihnachten für mich das Highlight des Jahres, aber jetzt ist Weihnachten nur mehr ein Tag, wo man Geschenke bekommt und die ganze Familie zusammen sitzt und dieses Fest feiert. Aber wo ist die Zeit, wo man die Tage schon gezählt hat und nichts anderes mehr im Kopf hatte, außer Weihnachten? In der heutigen Zeit heißt es in der “besinnlichen” Weihnachtszeit, lernen, lernen, lernen. Kaum sind die Schularbeiten vorbei, fangen die Weihnachtsferien an und am nächsten Tag ist auch schon der 24. Dezember. Die Schüler haben immer mehr zu lernen und die Wirtschaft zieht den Advent immer mehr in die Länge, so das man im Oktober schon überlegt, welcher Adventkalender heuer gekauft wird. Wohin soll das führen? In 10 Jahren kaufen wir dann die Weihnachtsgeschenke im April. Für die Schüler hat das aber keinen Vorteil, da der Advent im Dezember beginnt und das zugleich der Beginn der stressigen Prüfungszeit ist.

Schönheits-OP’s

Ich habe mich im letzen Monat des Öfteren über Schönheits-OPs informiert und ich bin der Meinung das kleine Eingriffe nicht dragisch sind, jedoch neigen viele Beautys dazu es zu übertreiben. Die Lippen aufgesprizt, die Nase korrigiert, den Busen vergrößert man sollte sich selber treu bleiben und nicht an seinem Körper herumbasteln lassen. Viele Mädchen verfolgen das Schönheitsideal, das wir in Modemagazinen und im Fernsehen vorgezeigt bekommen, doch wo bleibt das Selbstbewusstsein zu seinen Rundungen zu stehen? In der Pupertät dachte ich genau so, ich gehörte zu den jungen Damen, die nicht mit sich zufrieden waren, doch irgendwann kommt die Zeit wo es für einen Wichtigeres gibt, als das perfekte Aussehen. Jeder sollte auf sein Erscheinungsbild achten, aber man soll es nicht übertreiben und immer man selbst bleiben.

Generation X

These: Die neue Generation ist ohne Engagement, ohne Zukunftsperspektive, desillusioniert; die drohende Arbeitslosigkeit vor Augen flüchten die Jungen in kurzfristigen Lebensgenuss.

Diese These würde ich als Verallgemeinerung bezeichnen, denn nicht jeder Jugendliche vertritt dieselben Ideale. Ein Wiener Jugendpsychologe startete eine repräsentive Umfrage, wobei Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahre beantworten sollten, was ihrer Meinung nach das Wichtigste in ihrem Leben sei. Mit deutlichem Vorsprung war den Wunsch nach „gutem Essen“ auf Platz eins, darauf folgte der Besuch in Discotheken und In-Lokalen, tolle Musik und komfortables Wohnen. Bei älteren Befragten spielte außerdem der Wunsch nach einem Auto eine große Rolle.

Aber sind wir Jugendliche wirklich so?

Weil das ein Ergebnis einer Umfrage ist, soll die ganze Generation verdorben sein? Es heißt doch immer, die Jugend heutzutage kann nicht mehr grüßen, denkt nur noch an sich und macht prinzipiell nur Dinge, worauf sie Lust hat. Doch dasselbe hat man doch auch schon über die Jugend vor 20 Jahren gesagt. Komischerweise kommen diese Vorwürfe nur selten bis nie von Jungen, sondern eher von Erwachsenen oder älteren Menschen. Das könnte daran liegen, dass ältere Menschen schon viel erfahrener und reifer sind als Jugendliche. Aus diesem Grund können sie oft Handlungen und die Denkweise von Jugendlichen nur schwer nachvollziehen, obwohl sie vielleicht in jungen Jahren genau das Gleiche getan hätten. Sie können sich schwer in diese Zeit zurückversetzen und sind fest der Meinung, schon immer so reif gewesen zu sein, aber im Endeffekt waren sie genau so unerfahren und tollpatschig wie wir.

Ich bin der Meinung, dass dieser schlechte Ruf jeder Jugend, egal welchen Jahrganges, nachhinkt. Unseren Eltern ist es genau so gegangen und  unseren Großeltern vermutlich auch. Vielleicht werden wir dasselbe auch einmal unseren Kindern und Enkelkinder vorwerfen, wobei ich hoffe, dass dieser ewige Kreislauf ein Ende nimmt.

 Innerer Monolog

Wir Jugendliche sind doch gar nicht so böse wie alle meinen… oder?! Zumindest heißt es das immer, wenn es nach Erwachsenen geht… aber wir gehen doch brav in die Schule, bemühen uns gute Noten zu schreiben und machen uns Gedanken über unsere Zukunft. Wir  machen uns außerdem Gedanken über die Umwelt, über die soziale Lebenslage, über Armut und Tierschutz… über Situationen, die uns jeden Tag in den Medien begleiten… ich weiß, laut Studie heißt es immer, wir Jugendlich angergieren uns weniger als die Jugend vor einigen Jahrzehnten… dabei muss man aber zugeben, dass wir mit der Generation der Hippies kaum mithalten können, denn die sind quasi die Vorreiter der „Friedensrevolution“.

Außerdem heißt es doch immer, wir sind nicht pflichtbewusst… sind wir das nicht?! Meiner Meinung nach sind, wir wenn es darauf ankommt, auf jeden Fall pflichtbewusst… wir lernen rechtzeitig vor Tests und verzichten auch öfters aufs Fortgehen, wenn ein wichtiger Test ansteht…  andererseits muss ich auch zugeben, dass wir Jugendliche uns manchmal sehr auf das Wochenende fokussieren… wir wünschen uns manchmal, dass die Schulwoche möglichst schnell und gut über die Runden geht, damit wir das Wochenende in Follenzügen genießen können… aber ehrlich, wie vielen Erwachsenen geht es denn nicht genau so?! Nur dass diese nicht unbedingt Fortgehen sondern andere Unternehmungen machen… also warum nicht wir auch?! Aber zugegebenerweise haben wir Jugendliche auch einige Mankos… ab und zu sind wir schlecht Gelaunt aufgrund von zu wenig Schlaf am Wochenende, sind ab und zu egoistisch und denken manches Mal in erster Linie an unsere eigenen Vorteile. Wir wollen viel erleben und sind manches Mal angergiert Pläne fürs Wochenende zu schmieden anstatt die Welt zu verbessern… aber jedes Lebewesen hat so seine Mankos… für uns stehen im Moment vielleicht andere Dinge im Vordergrund so wie bei einer Mutter es die Kinder sind, sind es bei uns die Freunde uns der Spaß am Leben… jedoch muss das nicht gleich heißen das wir eine schlechte Generation sind… wir sollten aufhören uns gegenseitig Vorwürfe zu machen und diesen scheinbar ewigen Kreislauf der „schlechten Generation“ zu brechen.

Pillen zum Glück

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Pillen zu unserem täglichen Speiseplan gehören. Es beginnt bei einfachen Vitaminpillen und sonstigen Nahrungsergänzungsmittel und geht bis zu Pillen gegen das Hungergefühl oder sonstige Gefühle. Es scheint so, als könnten wir alles, was uns nicht passt, einfach mit Pillen wegzaubern. Allergien, Fettpölsterchen, Schlaflosigkeit, sogar schlechte Laune und sonstige uns unpassend erscheinende Gefühle können mit Hilfe von Pillen einfach in Luft aufgelöst werden. Aber ist das alles wirklich so einfach wie wir denken? Entstehen nicht noch mehr Probleme durch diese Pillen, eventuell eine Abhängigkeit? Oder sollen wir der Pharmaindustrie und ihren raffinierten Pillen danken?

Ich denke, es ist gut, dass uns all diese Pillen und Pülverchen gegen die verschiedensten Krankheiten und Mängel zur Verfügung stehen. Somit haben Menschen, die wirklich Hilfe wie zum Beispiel mit ihrem Übergewicht oder ihren Stimmungsschwankungen brauchen, die Möglichkeit, diese zu bekommen. In der heutigen Welt gibt es so viele neue Krankheiten, besonders auf dem Gebiet der Psyche, dass es eine ganze normale Entwicklung ist, dass die Medizin etwas dagegen unternimmt.

Es ist leider so, dass man sich in der heutigen Arbeitswelt kein Kranksein und keine Ruhephasen mehr leisten kann. Unser Leben ist viel schneller und stressiger als früher. Daher auch die vielen psychischen Krankheiten und der Wunsch nach schneller Behandlung. Psychologen werden durch Pillen ersetzt. Statt den Problemen mit einem gewissen Maß an Zeitaufwand auf den Grund zu gehen, werden sie verdrängt, denn dies kostet weniger Zeit. Es ist erstaunlich, was man alles mit Pillen behandeln kann. Gefühle und natürliche Reaktionen des Körpers werden plötzlich als Krankheit bezeichnet und mit Hilfe von Pillen geheilt.

Ich denke, in manchen Fällen sind Pillen vorübergehend eine ganz gute Lösung, aber bestimmt nicht auf Dauer. Das Problem ist, dass die Menschen zu wenig Eigenverantwortung übernehmen. Die Pillen werden vom Staat nicht verboten, also kann ich sie unbesorgt einnehmen. Und selbst wenn sie verboten sind, was soll´s? Ich habe keine Schmerzen durch deren Einnahme bekommen, also schaden sie auch meinem Körper nicht.

Aber so dürfen wir nicht denken! Die Pillen verändern etwas in unserem Inneren. Sie können bewusst oder unbewusst Einfluss auf die Psyche und/oder den Stoffwechsel haben. Und wenn wir einmal tatsächlich anfangen Schmerzen zu spüren, so ist es bereits zu spät. Die Pharmaindustrie sollte mehr Aufklärungsarbeit betreiben. Ebenfalls sollte jeder Käufer vor dem Kauf, je nach Stärke der Pillen und ihrer Wirkung durch Brochüren oder Gespräche auf Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam gemacht werden.

Ich denke, es wird im Laufe der Zeit immer mehr Probleme mit den Pillen geben, da sie von manchen Menschen einfach missbraucht werden. Es wird viele geben, die an ihnen zu Grunde gehen werden. Die Entzugskliniken werden boomen und dann wird der Umschwung kommen. Den Leuten wird bewusst werden, dass sie so einiges verändern müssen. Sie werden wieder zu natürlichen Heilmitteln zurückkehren und versuchen, ihr Leben erneut in den Griff zu bekommen. Ich vermute fast, es wird irgendwann einmal die Ära der Lebenstrainer kommen. Mönche werden als Vorbilder für eine ruhigere und bewusstere Lebensweise dienen. Das Berufsleben wird weiterhin stressig bleiben, aber ich bin jetzt einfach einmal so naiv und denke, die Menschen werden irgendwann anfangen, bewusst Ruhe in ihr Leben zu bringen. Ich wage sogar zu behaupten, es muss so kommen, denn ansonsten wird das System der Krankenversicherung und Lebensvorsorge zusammenbrechen. Die Leute würden als Wrack enden und das Immunsystem wird zusammenbrechen. Hoffentlich lassen wir es nicht so weit kommen, aber wenn wir lernen, dass man Emotionen und Reaktionen des Körpers mit Pillen ausschalten kann, werden wir irgendwann vor Erschöpfung und seelischen Problemen tot umfallen.

Innerer Monolog:

Situation: Tamara sitzt im Bus. Neben ihr nimmt ein junges Mädchen Platz. Nach einiger Zeit läutet das Handy des Mädchens. Es ist ein Erinnerungsläuten. Das Mädchen holt eine Dose mit Appetitzüglern aus ihrer Schultasche und nimmt diese ein.

Das Mädchen ist doch maximal sechzehn Jahre alt und dick ist sie auch nicht. Gut, sie hat vielleicht ein paar Kilo zu viel und hier und da ein paar Fettpölsterchen, aber diese Diätpillen hätte sie nicht nötig. Sie bräuchte nur ein wenig Sport betreiben und eventuell ihre Essgewohnheiten ändern. Aber diese Pillen sind definitiv der falsche Weg… Gut, er ist einfach, aber man kommt damit in einen Teufelskreis. Wenn sie die Pillen absetzt, dann wird sie sicher wieder zunehmen… Anderer seits wäre ich auch froh über ein paar Kilo weniger, und wenn Pillen dabei helfen ohne viel Quälerei und Hunger abzunehmen, dann wäre das echt super. Aber einfach so Pillen nehmen, wenn man auch auf natürlichem Weg abnehmen kann? Wenn ich ehrlich bin, so bin ich auch nicht viel besser. Ich nehme täglich ein paar Vitamine und Magnesiumpillen zu mir… Eigentlich könnte ich diese Stoffe auch durch Essen bekommen. Einfach mehr Obst essen. Aber ich nehme sie trotzdem… Ach quatsch! Vitaminpillen sind doch etwas ganz anderes. Oder doch nicht?

Leopold Kohr

Leopold Kohr wurde am 5. Oktober 1909 in Oberndorf bei Salzburg geboren und starb am 26. Februar 1994 in England. Er war Nationalökonom (Volkswirtschaftslehrer), Jurist, Staatswissenschaftler und ausübender Philosoph. Kohr war Anarchist und Vordenker der Umweltbewegung.

Im Jahre 1928 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und zur gleichen Zeit an der London School of Economics and Political Science.

Im darauffolgenden Jahr gründete er eine sozialdemokratische Studentengruppe in Innsbruck.

Zwischen 1933 und 1937 leistete Leopold Kohr Gerichtsjahre in Salzburg und Wien und studierte nebenbei Staatswissenschaften an der Universität in Wien.

1937 arbeitete er als Berichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg für verschiedene Zeitungen in Österreich und der Schweiz sowie für die französische Nachrichtenagentur „Agence Viator“.

Ab 1939 arbeitete Kohr sechs Wochen lang in einem Goldbergwerk im Nordwesten Kanadas. Durch die harten Arbeitsbedingungen erlitt er einen Hörsturz, wodurch sich sein Hörsinn zunehmend verschlechterte. In Kanada war Leopold Kohr ein wichtiger Repräsentant der „Österreich-Frei-Bewegung“ im politischen Kampf gegen Hitler.

Am 26. September 1941 erschien Kohrs erster Artikel über die notwendige Zerschlagung der Großmächte im linkskatholischem New Yorker Magazin „The Commonwealth“.

Von 1943 bis 1955 unterrichtete er an der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey die Fächer Nationalökonomie und Politische Philosophie.

In den Jahren 1950 und 1951 schrieb Leopold Kohr sein erstes Buch „The Breakdown of Nations“, das 1957 in London erschien. Seit 1986 gibt es das Buch erstmals auf Deutsch.

Von 1955 bis 1973 lehrte er an der Staatsuniversität von Puerto Rico in San Juan. Dort unterstützte er die Unabhängigkeitsbestrebungen der Inselbewohner gegen die Vorherrschafft der USA und setzte sich gegen die drohende Zerstörung der Altstadt von San Juan durch US-amerikanische Industriegiganten ein. Architektur, Stadt- und Dorferneuerung sowie Verkehrsberuhigung wurden neue Schwerpunkte in seinen Theorien.

Im Jahre 1958 unterstützte Leopold Kohr Wales gegen die Londoner Zentralregierung, gegen Atomrüstung und Kernkraftwerke sowie für die Erhaltung der keltischen Kultur.

1967 half Kohr als Berater mit, auf der Karibikinsel Anguilla einen unabhängigen Staat zu gründen.

Nach der Pensionierung in Puerto Rico übersiedelte der 63-jährige im Jahre 1973 in die Universitätsstadt Aberystwyth nach Wales und unterrichtete dort.

1983 erhielt er als erster Österreicher den Right Livelihood Honorary Award, den Alternativen Nobelpreis.

1986 übersiedelte er von Aberystwyth ins südwestenglische Gloucester. Er war viel auf Reisen, hielt Vorträge und Gastvorlesungen.

1986 wurden in Neukirchen am Großvenediger die Leopold-Kohr-Akademie und der Kulturverein „Tauriska“ gegründet, um seine Theorien in die Praxis umzusetzen.

Da Kohr sich in seiner neuen Heimat Gloucester nicht mehr sehr wohl fühlte, beschloss er, in die Salzburger Heimat Oberndorf zu übersiedeln. Doch noch vor seinem geplanten Umzug stirbt er am 26. Februar 1994 im Alter von 84 Jahren, kurz nachdem ihm bei einer Operation ein Herzschrittmacher eingesetzt wurde.

Am 15. März 1994 wird Kohrs Urne durch den Alterzbischof von Salzburg auf dem Friedhof in Oberndorf beigesetzt.

Seine Werke:

  • The Breakdown of Nations
  • Small is beautiful
  • Die überentwickelten Nationen
  • Weniger Staat. Gegen die Übergriffe der Obrigkeit.
  • Die Lehre vom rechten Maß. Aufsätze aus fünf Jahrzehten.
  • Entwicklung ohne Hilfe. Die überschaubare Gesellschaft.
  • Probleme der Stadt. Gedanken zur Stadt- und Verkehrsplanung.

Links:

http://www.mountainfuture.at/deutsch/team/0310KohrLeopold.htm (abgefragt am 13.9.2010)

http://www.leopold-kohr-akademie.at/lka/modules/biografie/index.php?id=1:1 (abgefragt am 13.9.2010)

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kohr (abgefragt am 13.9.2010)

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